Pfadfinder - Knoten und Bünde
diagonalbund
Diagonalbund
Der Diagonalbund wird angelegt, wenn zwei Stangen im spitzen Winkel (etwa 45°, gemessen am kleineren Winkel) verbunden werden sollen.
Beginne mit einem Zimmermannsschlag diagonal über beide Stangen und wickle dreimal dicht bei dicht über den stumpfen Winkel, dann dreimal über den spitzen Winkel. Nach zwei kräftig festgezogenen Knebelgängen erfolgt der Abschluss mit einem Zimmermannsschlag.
Bei sehr spitzwinkligen Verbindungen kannst du auch den Parallelbund anlegen: nach dem Zimmermannsschlag sieben Wicklungen über den stumpfen Winkel, zwei Knebelgänge, Zimmermannsschlag - fertig!
Kreuzbund
Kreuzbund
Am meisten wirst du im Lager den Kreuzbund benutzen, nämlich immer dann, wenn zwei Stangen im rechten Winkel verbunden werden sollen.
Du beginnst immer am senkrechten Holz unter dem Querholz und wikkeslt dann sauber und gleichmäßig, wobei du darauf achtest, dass die Wicklungen am Querholz sich nach außen fortsetzen, während sie am "Langholz" innen, also zur Mitte der Kreuzung, verlaufen. Aber das ergibt sich bei sorgfältiger Bindung dicht an dicht eigentlich von selbst.
Nach drei Wicklungen folgen zwei Knebelgänge, die du sehr fest anziehen musst, bevor du als Abschluss wieder einen Mastwurf am Querholz anlegst.
Alle anderen Bünde sind keine Schwierigkeit mehr, wenn du den Kreuzbund kannst.
Parallelbund
Parallelbund
Mit dem Parallelbund werden zwei Stangen parallel miteinander verbunden.
Beginne mit einem Zimmermannsschlag und wickle um beide Stangen dicht an dicht siebenmal und lege an das Ende einen Mastwurf.
Ein leichtgängiges Scharnier erhältst du, wenn du statt der glatten Parallelwicklung eine Achterwicklung vornimmst, die du dann wieder mit zwei Knebelgängen befestigst. Achterwicklungen werden beim Bau von Zwei- und Dreibeinen immer angewendet.
Stegbund
Es wäre Zeit- und Bandverschwendung, wolltest du beim Bau eines Tisches, einer Ablage oder eines Steges die einzelnen Stangen der Roste jeweils mit einem Kreuzbund befestigen. Hier beginnst du mit einem Mastwurf am Träger, fährst über den ersten Stab, unter dem Träger durch über den zweiten Stab und so weiter. Am Ende wieder ein Mastwurf.
Für alle Bünde gilt übrigens: je kräftiger du ziehst und wickelst, desto mehr Halt hat der Bund.