Pfadfinder - Zeltbau
Kothe
Gewiss ist es wertvoll, ein leicht zerlegbares Zelt zu besitzen, das bei jedem Wetter, selbst im hohen Schnee, aufgebaut und in Strahlkreis seines hellen Feuers bewohnt werden kann. Der eigentliche Grund die Kohte besonders hochzuschätzen, liegt tiefer und ist in einer Zeit, die ihre Häuser mit infraroten Strahlen zu heizen gelernt hat, schwer zu fassen.
Doch stellen wir uns vor, was es bedeuten mag, wenn die Jungen müde und überreich von den Erlebnissen eines Fahrtentages, einse großen Waldspiels, zurückkehren in ihre Kohte und der warme Feuerschein sie aufnimmt. Sie sind nicht irgendwo untergekrochen, sich auszuschlafen, sie haben vielmehr zum sichtbaren Mittelpunkt zurückgefunden.

aus: Walter Scherf "Das große Lagerbuch"


Kohten und Jurten (so heißen unsere schwarzen Pfadfinderzelte) sind der Grundstock eines jeden guten Lagers, gewissermaßen alte Hüte für jeden erfahrenen Waldläufer, wenngleich das richtige Knüpfen der Kohtenbahnen und Aufbauen der Jurte schon einige Geschicklichkeit und Erfahrung verlangen.
Die schwarzen Dreiecks- oder Vierecksbahnen lassen sich praktisch zusammenknüpfen und unauffällig am Waldrand aufbauen. Außerdem sind die Möglichkeiten vielfältig. Allein oder zu zweit oder dritt genügt eine kleine Lok. Wird man mehr, kann man große Lang- oder Rundzelte bauen.
Am günstigsten sind schwarze Vierecksbahnen, weil sie auch zu einer Kohte passen. Mit ihnen hast du auch mehr Möglichkeiten als mit Dreiecken.